
Second Life Tagebuch
Mai 2, 2007„Second Life“, oder Utopia zwischen „ICQ“ und „Monkey Island“ ?
In dem folgenden Eintrag werde ich meine ersten Eindrücke von der Onlineplattform
„Second Life“ darlegen.
Der Einstieg
Als alt eingesessener MMORPG- Spieler, in die Materie durch Online-Spiele wie „World of Warcraft“ und „Ultima“ gelangt, war der Einstieg in das, mir bis dahin unbekannte „Second Life“, relativ unkompliziert.
Bereits zu Begin fiel vor allem positiv auf, dass ganz im Gegensatz zu anderen Online- Rollenspielen, „Second Life“ ohne, in gewissen Intervallen abzuleistenden Gebühren, frei im Netz zu erhalten ist und darüber hinaus der zu downloadende Installer, in einer durchaus netten Größe von etwa 31 MB zu beziehen ist.
Diese Tatsache zeigt bereits, dass die Entwickler von „Second Life“ und das ist anzunehmen, sehr viel Wert auf die maximale Erreichbarkeit der Internet- Community gelegt hat, da fast unhabhängig von Systemleistung und der breiten Palette an Internetverbindungen des aktuellen Marktes fast ein jeder die Möglichkeit hat an der „Second Life“- Community teilzunehmen.
Auch die grafischen also im Allgemeinen die Systemanforderungen sind sehr moderat gewählt und ermöglichen auch Endbenutzern ohne Highend PC´s die virtuelle Welt zu betreten.
Der Anmeldeprozess ist sehr übersichtlich und für jeden verständlich aufgebaut und sollte auch wenige Probleme bereiten.
Erste Gehversuche im „Second Life“
Angekommen in der Startzone, machte ich mich erst einmal daran die Steuerung meines Avatars, mit dem einprägsamen Namen „Bitburg Beerbaum“, näher zu begutachten.
Hierbei ist zu erwähnen, dass der Avatar mit den Pfeiltasten oder mit der gängigen W-A-S-D
Kombination in alle Himmelsrichtungen gesteuert werden kann.
Darüber hinaus ermöglicht ein „Flug-Modus“ schwer oder nur unter großem Zeitaufwand zu bewältigende Strecken, in der Luft und unter Zugabe einer erhöhten Geschwindigkeit zu meistern, was vor allem mich als gestressten „World of Warcraft“ durch die Kontinente- Reiter sehr erfreut und spontan als wunderbare Implementierung abgeheftet wird.
Weniger erfreulich ist meiner Meinung nach die Steuerung im Allgemeinen.
Neben der Standart- Himmelsrichtung Steuerung hätte ich mir sehr eine individuelle vielleicht auch Mausgestützte Steuerung gewünscht nach dem Motto: Free-Mouse-Look/Move etc.
Diese freie Betrachtungsweise ist mir bisher nur über den „M-Tasten“ Modus möglich gewesen, was aber keinesfalls heißen soll, dass ich nicht irgendeine Einstellung übersehen habe
Das Interaktions- Menü, über die rechte Maustaste anwählbar, ermöglicht die Interaktion des Avatars mit Gegenständen aller Art und erinnert mich sehr stark an alte Monkey-Island Zeiten, in denen das Benutzen, Nehmen, Sprechen mit XY noch über ein auch gesondertes Panel möglich war.
Mit der Steuerung und den Grundfunktionen im Kopf, startete ich meinem Avatar in der nahe gelegenen Burg, einen etwas, na lass mal sagen, individuelleren Touch zu geben.
(Interaktion mit Second-Life Items)
Hierbei durfte ich feststellen, dass die Funktionen zur äußerlichen Charakterdarstellung durchaus komplex sind.
Nach etwa 10 min. Top-Hair-Adjust ohne dabei Back-Hair-Adjust-Miniglatze-erzeug, konnte ich mich von dem Menü abwenden und machte mich daran die Welt zu entdecken.
Die Welt des „Second Life“
Grundsätzlich lässt sich die Welt in zwei Hauptbereiche untergliedern.
- erfundene Maps
- real existierende, bzw. nachempfundene Maps
Nach dem Besuch von Rio de Janeiro, bei dem ich feststellen musste, dass mein Schulspanisch mich nur sehr, sehr schwer im portugiesischen Vokabular durchblicken lässt, habe ich mich meiner Muttersprache besonnen und bin, nein nicht in die Pfalz, sondern nach Berlin auf den Alexanderplatz, mittels der Teleportfunktion geportet.
(Eins ist auf jeden Fall klar: „Oí“ heißt wohl soviel wie „Hallo“)
Fast schon menschenleer, aber dennoch mit einigen für mich neuen Gimmicks, hat dieser Ausflug nach Berlin mich schon etwas näher an einige Details des Spiels gebracht.
Durch Boxen mit 25 free-t-shirts und Sesseln die mich fürs Campen im 10 min. Takt mit der angesagten Linden-Währung entlohnen, gestärkt machte ich mich auf um Berlin etwas näher zu entdecken. —- to be continued —-
(Mit ner netten Sohle auf dem Weg zu den ersten „Second-Life Dollars“)
„Second Life“ ein Spielplatz/ Chatroom zum entdecken und zum Austauschen
Die „Second Life“ Welt ist im Gegensatz zu klassischen Online-Rollenspielen nicht auf einem so genannten „Zielsystem“ aufgebaut. Es gibt weder zu bestehende Quests, noch irgendwelche Storylines die einem den Pfad im Spiel vorgeben.
( Belohnungs-, Quest- und Zielsystem in anderen MMORPG´s)
Ich werde mich auch in Zukunft davor hüten, „Second Life“ als Spiel zu betiteln.
Vielmehr denke ich „Second Life“ ist eine Art Kombination von Chatroom Elementen mit einer erlebbaren dreidimensionalen Welt, die durch Elemente wie das Avatar-Verändern und die Möglichkeit der individuellen Entfaltung und Entwicklung in äußerlicher (Avatar) Form und Beispielsweise durch Elemente wie die Gestaltung eines Wohnbereichs (der Kauf von Wohnbauland) etc. die Plattform vorantreiben.
Ich denke, dass das Prinzip „Second- Life“ durchaus Potential hat, auch wenn man an die Integration von städtebaulichen Prozessen denkt.
Man denke nur an Möglichkeiten, wie eine Kooperation von „Second-Life“ mit Anbietern wie „Google-Earth“ oder anderen Anbietern georeferenzierter Daten.
Eine Begutachtung von Bauprojekten bereits im Voraus und die direkte Diskussion mit anderen Interessierten auf Grundlage des „Second Life Chatsystems“ à Bürgerforum á la „Second Life“
Oder eine Vorstellung von Varianten einer möglichen Innenstadtentwicklung und deren direkte Erlebbarkeit innerhalb des „Second Life“ Universums.
Auswahl eines Bauplatzes in „Second Life“…why not?
Vor dem Hintergrund laufender Entwicklungen auf kommunaler Ebene, immer mehr Daten digital zu erfassen und auch immer mehr virtuell auf Basis von 3D-Modellen anzubieten muss man davon ausgehen, dass dies keinesfalls Zukunftsmusik bleibt. Auch die Erreichbarkeit der Bevölkerung durch das Internet und die Verfügbarkeit von Computersystemen im Allgemeinen ist nicht mehr ein Hindernis.
Na ja aber fürs erste war’s das erst einmal…
Die nächsten Tage und Wochen werden sicherlich noch mehr Aufschluss über das ein oder andere geben.
Bis denne, Mr. Beerbaum





Interessante Betrachtungen. Gerade Verknüpfung SL mit GE! Bezug zu anderen MMorpgs ist auch sehr intressant.
Guter Satz: Second Life ist KEIN Spiel.
Hättest Du Lust, am Mittwoch als erfahrener User uns „Newbies“ paar Hilfestellungen zu geben?? Gib laut!
UMFRAGE:
Liebe Second-Life-Bewohner/innen,
wir von der Uni Münster laden euch herzlich ein zu unserer Umfrage „Arbeit, Geld und Selbstverwirklichung in SL“ (oder bitten und flehen um eure Teilnahme
)
Dieser Link bringt euch ins Umfrage-Life:
http://www.katy-teubener.de/moodle/mod/questionnaire/view.php?id=159
Und wenn du in SL kein Geld verdienst und nicht arbeitest, wirf trotzdem einen Blick auf unsere Umfrage und mach bei den Antworten „nie“ und „keine“ deine Kreuzchen
Die Umfrage wird ca. bis zum 9 Juli laufen. (Alle Teilnehmer bleiben natürlich anonym.)
Auf euch alle hoffende und schon im voraus dankende Grüße
studiMünster / A. S. und andere
Somehow i missed the point. Probably lost in translation
Anyway … nice blog to visit.
cheers, Lissomely.
Ich weiss auch nicht so recht. Ich habe ja schon viele MMORPGs angezockt – auch für länger gespielt, aber Second Life war bisher irgendwie nicht dabei, weil es mich so direkt nie interessiert hat.
Aber wer weiss ob sich das vielleicht noch ändern wird…